Malediven

  ilkasun  Murmeln im indischen Ozean

….exklusiver Urlaub ohne Etikette und Terminplaner?

…..tropischer flair und die Unterwasserwelt in vollen Zügen genießen?

Dann nichts wie auf die Malediven -

das Traumreiseziel von Schnorchler und Taucher.

Vor allem zwischen Januar und April ist hier das Klima prima und die Begegnungen von nicht alltäglichen Meerestieren an der Tagesordnung.

strand2Ob Gott hier Murmeln gespielt hat? Lauter grüne Kreise mit schneeweißem Saum- sie liegen locker verstreut im tiefen Dunkelblau des Meeres. Einige größer, einige kleiner. Ein, zwei, viele. Sehr viele. 1190 Murmeln aus Korallen, um genau zu sein. Dieser Anblick aus dem kleinen runden Bullauge des Wasserflugzeuges, fasziniert mich immer wieder auf das Neue. “On the left side, you can see the iland Mirihi”, so krächzt es nach nur 30 minütiger Flugzeit aus den Bordlautsprechern. Schade, nur noch eine kleine Kehrt- Wende und schon setzen wir in die smaragdblaue Lagune auf. -Die Malediven- das blaue Wunder im indischen Ozean.

 B_Manta0Die Krempe des Sonnenhuts tief ins Gesicht gezogen, das Hemd weit aufgeknöpft, so steigen wir von dem schwankenden Wasser- Flugzeug in das tropische Klima hinaus. Der Himmel strahlt im göttlichem Blau, die Palmen flüstern mit dem Wind. Sanft streichelt das glasklare Wasser den Strand-. Und der Sand- weiß, weich und warm. Laufen wie auf Puderzucker. Im Paradies, da trägt man keine Schuhe.

Die Insel liegt im südlichen Ari- Atoll. In einer halben Stunde ist das kleine Eiland trödelnd umrundet. Viel wird hier nicht geboten: Ein Souvenir- Shop, ein Fitness- Raum, ein Restaurant mit Bar. Das war’s. Aber mehr wird hier auch nicht benötigt. Bis heute lockt der Fischreichtum Schnorchler und Taucher aus der ganzen Welt an. Im Korallengarten Eden ist von der kleinen Putzergarnele bis hin zum großen Walhai alles geboten. Der Artenreichtum der Korallenriffe ist unvorstellbar. Kein Wunder, daß am Nachmittag sofort mit der ABC- Ausrüstung am Hausriff eine runde geschnorchelt wird. Ein paar Flossenschlägen und Du bist von Fischen umzingelt. Ideale Voraussetzung für den morgigen ersten Tauchgang.

….. und danach …..?

Statt Gourmet- Lunch mit strenger Abendgardarobe im Hotel- Restaurant vielleicht ein phantasievolles Abend- Buffet? Outdoor selbst- verständlich. Eine einsame Bucht findet sich immer, um zu zweit den vom Küchenchef mit Seafood, tropische Früchten und einem kühlen Wein gefüllten Picknickkorb, zu plündern. Wenn dann abends die tiefrote Sonne am Horizont versinkt und am endlosen Himmel über dem Meer langsam die Lichter angezündet werden, warten hier für romantische Sternengucker die besten Logenplätzen.

TAUCHEN

KaiserfischEin herrliches Korallenriff umgibt unsere kleine Malediven- Insel. Zum Schnorchel und Tauchen hervorragend. Unverständlich, dass dennoch zwei mal täglich Tauchausfahrten mit dem Dhoni angeboten werde. Eigentlich Schade, den das Hausriff bietet mit den drei Einstiegsmöglichkeiten so viele Tauch- Abwechslung, daß die Ausfahrten nicht notwendig wären. Ein kleines Wrack in 18 m Tief, das öfters von einem Ammenhai als Schlafplatz ausgewählt wird, Riffhaie, Adlerrochen, Schildkröten. Kurz gesagt, überall wimmelt es von Fischen. Das Riff ist mit Korallen aller Art übersäht. Hätten die Malediven ein Tier in ihrem Wappen, so wäre es bestimmt eine Koralle. Sie gibt dem Land nicht nur sein Gepräge, es verdankt ihr auch schlichtweg seine Existenz. Überall hört man es Knabbern und Knistern. Verantwortlich dafür sind die Papageien- Fische die mit ihren starken Zähnen die Korallen zermahlen, um die darin lebenden weichen Polypen zu fressen. Sie scheiden den Kalk in Form von feinem Sand wieder aus, den man an den herrlichen Traumstränden der Malediven wieder findet. Dennoch, die Ausfahrt mit dem Dhoni ist sehr zum Schnorcheln oder Tauchen zu empfehlen, denn die eigentliche Top- Spots können nur so erreicht werden.

mirihi2Einer dieser Top- Spots ist das Hukara Ali Faru Riff, oder auch Manta- Point genannt. Hier hält sich für ca. drei Monaten der wahrhaftige “Teufel der Meere” auf. Nicht nur, dass es zu dieser Jahreszeit für diese teuflischen Meeresbewohner viel zum Fressen gibt. Es ist auch die Paarungszeit. Obwohl die Tiere eine Spannweite bis zu 7 Metter haben und über 2 Tonnen wiegen können, lässt dies jeden Segelfreak erblassen. Schnittig wie eine High-Tech-Rennjacht segeln die Mantas durch das dunkelblaue Wasser. Diese Momente sind spektakulär und unvergesslich. In der Tat ein meisterhafter Segler der Weltmeere.

Der Morgen beginnt mit einem gemütlichen Frühstück von frischem Obst, Eier- Omelett, Kaffee und Croisante in der aufgehenden Sonne. Die optimale Vorraussetzung für einen Tages Törn an das anderen Ende des Ari- Atolls. Die Tour geht an den berühmten Hai- Spot “Maya Tilla” sowie an das Halaveli- Wrack. Während der Fahrt ist der Bug der beliebteste Platz für Sonnenanbeter. Mit dem rhythmischen auf und ab des Dhonis, der feine Sprühnebel der Gischt und der warme tropische Wind kann hier so richtig der Alltag vergessen werden.

Im Nu ist der Tauchplatz “Maya Tilla” erreicht. Die Ausrüstung angelegt und in das Wasser gleiten. Unter uns ein Teppich von Anemone- Felder. Tausende von Fahnenbarsche bewohnen dasanemon1 Riff. Ein grosser Napoleon kommt auf uns zugeschwommen. Unser Tauchgang geht um den Riffblock herum Richtung offenes Meer. Hier patrollieren die Weiß- und Schwarzspitzen- sowie Grauhaie. Wir blieben zuerst an der Riffkante und schauten dem beruhigenden Schwimmstil dieser Tiere zu. Man vergaß schnell, daß diese Raubtiere der Meere, blitzschnell zuschlagen können. Trotz dieser Gefahr schwammen wir ins Blaue hinaus. Einige Meter weiter draußen ist noch ein kleines Riffdach auf 15 m. Von hier aus auf 30 m Tiefe abtauchen und es können Haie mit weit geöffnetem Maul gesehen werden – eine Putzerstation für Haifische. Bei ruhigem verhalten kann deutlich gesehen werden, wie die flinken kleinen Putzerfische die Haie von Parasiten und sonstigem “übel” befreien. Diese Erlebnisse sind kaum zu toppen. Nur wenige Seemeilen von diesem Top- Spot entfernt liegt das Halaveli- Wrack.Es ist ein altes Stahlschiff, liegt auf angenehme 26 m Tiefe, ist ca. 40 m lang und steht aufrecht im Wasser. Für erfahrene Taucher ist ein hineintauchen in das Wrack möglich. Als wir auf dem Grund ankamen begrüßte uns ein Schwarzpunktstachelrochen. Dieser verhielt sich sehr seltsam. Auch der Besenfeilenfisch, der Kofferfisch und der Kaiserfisch, die in der Regel wegschwimmen, wenn ich ihnen mit meiner Kamera zu nah heranrückte, schwamm nicht davon. Sie blieben sehr nahe bei uns. Der Lösung war einfach. Die Fische waren alle angefüttert und warteten auf ihre Ration Futter. Wir hatten als vorbildliche Taucher nichts dabei. Jedoch mußten wir auf die lauernde Muräne achten, da diese gerne selber im Jacket nachschaut, ob nicht doch ein “netter” Taucher ihr was mitgebracht hat. Nach 25 min Tauchzeit, rät der Tauchcomputer zum Aufstieg. Der anfangs gesehene Stachelrochen, begleitete uns bis kurz unter die Wasseroberfläche. Dies war eine schöne Abwechslung, bei dem sonst langweiligen Sicherheitsstop. Zurück auf Kuramathi wurde noch bis spät in die Nacht über die tollen Tauchgänge auf der Safari, bei einem Cocktail erzählt.

Bei soviel Angebot auf den Malediven ist einem klar, hier erwartet und verlangt kein Tourist, die Animationsveranstaltungen von den Hotelanlagen und Touristenzentren. Im Gegenteil, Erholung und das maritime Leben im indischen Ozean genießen, weit ab von dem Straßenlärm und der Zivilisation. Sonnenbäder auf den herrlichen weichen Sandstränden unter der goldenen Sonne, Schwimmen in den warmen Lagunen und sich an exotischen Cocktails zu erlaben. Und am Ende hofft der Reisende nur, daß die Pilotin Lee wie auf dem Hinflug eine Schleife übers flache Meer dreht, damit man der smaragdblauen Lagunen mit dem weißen Sandstrand zum Abschied noch einmal zuwinken kann.